Wie kann die Wärmewende gelingen, ohne dass Wohnen teurer wird? Diese Frage beschäftigt viele unserer Mitglieder und genau hier setzt das Forschungsprojekt WäWeWo (Wärmewende im Wohnungsbestand) an. Nach dem Auftaktbericht (Ausgabe 1|2025) können wir nun aufzeigen, welche konkreten Schritte unternommen
wurden und warum Ihre Beteiligung so wichtig ist.
Ende letzten Jahres fand der erste Entscheidungsworkshop bei uns im Haus statt. Dieser brachte Forschung, Energieberatung, Wohnungswirtschaft und Mietersicht an einen Tisch. Es wurden verschiedene Wärme-versorgungsvarianten für unser Quartier in Goslar-Jürgenohl vorgestellt, bewertet und gemeinsam diskutiert. Technische, wirtschaftliche und soziale Aspekte wurden natürlich mitgedacht.
Ziel war es, mögliche Konzepte für die zukünftige Wärmeversorgung unserer Gebäude systematisch am Praxisbeispiel in Goslar zu prüfen. Dabei haben wir zentrale, halbzentrale und dezentrale Heizlösungen mit erneuerbaren Energien verglichen. Zusätzlich wurde besprochen, wie an sehr kalten Tagen eine verlässliche Zusatzversorgung sichergestellt werden kann.
Besonders wichtig war dabei der Blick aus unterschiedlichen Perspektiven. In gemeinsamen Arbeitsgruppen wurden Chancen und Risiken abgewogen sowie Kriterien wie Wärmepreis, Wohnkomfort, Zukunftssicherheit, Minderung und Wirtschaftlichkeit bewertet. Das Ergebnis zeigt eindeutig: Es gibt nicht die eine perfekte Lösung. Es gibt jedoch Wege, die Klimaschutz und Bezahlbarkeit miteinander verbinden, wenn offen diskutiert und transparent entschieden wird.
Der Workshop wurde von allen Beteiligten als sehr gelungen erlebt. Die Diskussionen waren auch für Nicht-Technikerinnen und -Techniker verständlich und machten deutlich, wie wichtig frühe Beteiligung und gegenseitiges Verständnis sind. Genau hier wollen wir ansetzen und den Dialog weiter öffnen.
Unser Aufruf an Sie: Bringen Sie sich ein!
Informieren Sie sich, stellen Sie Fragen und beteiligen Sie sich an kommenden Formaten. Die Wärmewende betrifft uns alle, und sie kann nur gelingen, wenn wir sie gemeinsam gestalten. Bezahlbares Wohnen und Klimaschutz sind kein Widerspruch, sondern eine gemeinsame Aufgabe.
Info
Zentrale Heizung:
Eine zentrale Anlage versorgt ein gesamtes Gebäude mit Raumwärme und oft auch Warmwasser.
Halbzentrale Heizung:
Eine zentrale Wärmeerzeugung versorgt mehrere Nutzungseinheiten über separate Übergabestationen.
Dezentrale Heizung:
Jede Wohnung hat eine eigene Wärmeerzeugungsanlage, z. B. eine Gasetagenheizung oder elektrische Heizgeräte.















































































































































































































































