Seit rund vier Jahren bauen wir systematisch Einrohrheizungen zu Zweirohrheizungen um. Wir stellen Heizsysteme auf Niedertemperatur um, testen verschiedene Wärmepumpenlösungen und digitalisieren unsere Heizzentralen. Es ist an der Zeit, einen ersten detaillierten Blick auf die gewonnenen Erkenntnisse zu werfen.
Die wichtigste Maßnahme ist bisher der Umbau von Einrohr- auf Zweirohrsysteme. Damit verbunden ist die Umstellung von hohen Vorlauftemperaturen von 70 °C und mehr auf ein Niedertemperatursystem mit rund 55 °C Vorlauf.
Nach der Sanierung liegen die Energieverbräuche in vielen Fällen etwa 25 bis 30 Prozent unter dem Verbrauch vor der Sanierung. Die tatsächlich erreichten Einsparungen hängen dabei auch von der Art des Einrohrsystems, aber auch von flankierenden Maßnahmen wie Fenstertausch und weiteren Dämmarbeiten ab.
All diese Schritte helfen der Umwelt durch einen geringeren CO2-Ausstoß. Gleichzeitig entlasten sie unsere Mieterinnen und Mieter über die Nebenkostenabrechnung. Die stark gestiegenen Energiepreise wirken diesem Effekt allerdings teilweise entgegen.
Für unseren Bestand hat sich die Luft-Luft-Wärmepumpe als weniger geeignet gezeigt. Zwar bietet sie Vorteile, wie die Möglichkeit zur Kühlung im Sommer, jedoch entspricht die Geräuschentwicklung nicht unseren Anforderungen für Wohnraum. Auch Testwohnungen mit Infrarotheizungen haben sich bislang nicht bewährt, vor allem mit Blick auf den Stromverbrauch im Betrieb.
Sehr gute Ergebnisse sehen wir hingegen bei Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen, sowohl in Hybrid-ausführung als auch zur alleinigen Wärmeversorgung. Ob sich eine Mehrinvestition in Erdsonden durch eine bessere Jahresarbeitszahl wirtschaftlich auszahlt, prüfen wir derzeit in einer Pilotanlage mit drei baugleichen Häusern, die wir direkt miteinander vergleichen.
Ein Wermutstropfen sind die weiterhin hohen Kosten großer Wärmepumpen, wie sie für unsere Bestände erforderlich wären. Hinzu kommt, dass die benötigte Anschlussstärke nicht an jedem Standort ohne Weiteres gegeben ist.
Insgesamt bestätigen die bisherigen Ergebnisse jedoch den eingeschlagenen Weg. Gleichzeitig wird deutlich, dass insbesondere Niedertemperatur-Heizungen anders funktionieren, als es viele gewohnt sind. So werden Heizkörper beispielsweise nicht sofort spürbar heiß, auch wenn die Räume zuverlässig warm werden.
Solche Veränderungen bringen Fragen und Unsicherheiten mit sich. Das erfordert Kommunikation und gute Erläuterungen. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem YoutTube-Video.
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