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Sicherheitstipps

Keine Chance für Trickdiebe und Trickbetrüger 

Ein Kurzinterview mit Kriminalhauptkommissar Peter Voiß, Polizeiinspektion Braunschweig
Braunschweig.


Kriminelle sind einfallsreich. Betrügerinnen und Betrüger lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, und man erkennt sie nicht auf den ersten Blick. Peter Voiß ist seit neun Jahren in der Aufklärungsarbeit der Beratungsstelle der Polizeiinspektion Braunschweig tätig. Er hilft, Kriminellen keine Chance mit betrügerischen Maschen zu geben. Welche Gefahren im Alltag lauern, erklärt er im Gespräch mit unserer Pressesprecherin, Vicky Köhler.


Täuschungen und Tricks, derer sich Kriminelle bedienen, gibt es auch in unserer Region und die Bandbreite erscheint auf den ersten Blick groß. Was sind die Vorgehensweisen?

Im Wesentlichen geht es meist immer wieder um Variationen des Betrugs oder des Diebstahls/des Trickdiebstahls. Beim Betrug, auch als Enkeltrick bekannt, bringen die Täterinnen und Täter ihre Opfer durch eine geschickt aufgebaute Täuschung dazu, ihnen Geld oder Wertgegenstände auszuhändigen oder auf anderem Weg zukommen zu lassen. Nicht selten wird eine Bekanntschaft oder sogar Verwandtschaftsbeziehung vorgetäuscht. Die Beute wird den Opfern in diesem Fall nicht weggenommen oder geraubt, sondern sogar im guten Glauben "freiwillig" übergeben. Beim Diebstahl oder Trickdiebstahl hingegen bringen Täterinnen und Täter Geld und Wertgegenstände heimlich in ihren Besitz, lenken dazu das Opfer ab oder täuschen es so geschickt, dass der Diebstahl nicht oder erst im Nachhinein bemerkt wird.


Gibt es bestimmte Zielgruppen, die für Betrügerinnen und Betrüger ein lohnendes Ziel sind?

Kriminelle gehen davon aus, dass ältere Menschen möglicherweise größere Summen Bargeld und vielerlei Wertgegenstände in ihrer Wohnung aufbewahren. Auch sind ältere Menschen tagsüber oft zu Hause und geraten so ins Visier von Kriminellen. Ihre Taten begehen sie nicht selten in der Wohnung der Opfer oder an der Haustür. Auch leben viele ältere Frauen oft allein.

 
Wie gehen Täterinnen und Täter vor?

Die Maschen sind sehr unterschiedlich, jedoch lassen sich gewisse Muster erkennen, für die ich sensibilisieren möchte: Die Kriminellen täuschen gerne eine persönliche Beziehung vor und geben sich als Verwandte aus. Sie geben auch gerne vor, die Hilfe ihrer baldigen Opfer zu benötigen: Sie fragen nach einem Glas Wasser, wollen kurz telefonieren oder eine Nachricht für einen Nachbarn hinterlassen - der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Gemeinsam ist allen Tricks aber immer: Sie wollen in die Wohnung gelangen.


Oft werden auch berufliche Funktionen vorgetäuscht...

Ja, z.B. als Beschäftigte der Stadtwerke, der Polizei oder eines Handwerkbetriebs. Steht jedoch ein Handwerker unangekündigt ohne Leiter und Werkzeug vor Ihrer Tür und kann sich nicht ausweisen: Obacht! Seriöse Unternehmen kündigen ihre Besuche per Brief oder Aushang auf offiziellem Geschäftspapier an, tragen Dienstkleidung und können sich über einen Betriebsausweis legitimieren. (Anm. d. Redaktion: Lesen Sie dazu auch unsere Hinweise zur Gasumstellung auf Seite 12 der Ausgabe 2 | 2017 der Willkommen)  


Was raten Sie unseren Leserinnen und Lesern?

Betrügerinnen und Betrüger geben sich wohlerzogen, höflich und sehr überzeugend. Vergessen Sie nicht: Es ist ihr "Beruf", die windigsten Geschäfte schönzureden. Wenn Ihnen jemand "nicht geheuer" ist, dann trauen Sie Ihrem Gefühl. Sagen Sie klar und deutlich "Nein!", beenden Sie das Gespräch und lassen Sie die Person nicht in Ihre Wohnung. Ein gesundes Misstrauen kann verhindern, dass wir schlechte Erfahrungen mit Menschen machen, die Böses im Schilde führen. Heben Sie auch nach Möglichkeit keine großen Bargeldbeträge ab und erledigen Sie Zahlungen, wo möglich, bargeldlos.

Um sich zu Hause zu schützen, sollten Sie bei fremden Personen durch den Türspion schauen und durch die geschlossene Tür sprechen. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus, nutzen Sie Ihre Gegensprechanlage und lassen Sie nach Möglichkeit keine fremden Personen ins Treppenhaus. Begegnen Ihnen doch einmal fremde Personen im Hausflur, dann sprechen Sie sie an. Holen Sie die Person aus der Anonymität und fordern Sie die Vorstellung ein - dies hat schon den einen oder anderen Kriminellen abgeschreckt. Und wenn Sie doch einmal auf einen der raffinierten Tricks hereingefallen sein sollten, wenn Ihnen ein Schaden entstanden ist: Zögern Sie nicht, Strafanzeige zu erstatten!

 

Herzlichen Dank für das Gespräch!

 

Flyer "Gemeinsam für sicheres Wohnen - 10 goldenen Regeln"

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