Über Handwerk, Herkunft und Nachhaltigkeit
Sarah Jane Presser stammt aus Salzgitter (Reppner) und lässt sich stark von ihren zur Hälfte indonesischen Wurzeln inspirieren. Indonesien blickt auf eine tief verwurzelte Keramiktradition zurück, die eng mit den natürlichen Gegebenheiten des Landes verbunden ist. Besonders die vulkanischen Aktivitäten auf Java und Bali sorgen für Ablagerungen feiner Asche und mineralhaltigen Tons – ideale Rohstoffe für die Herstellung von Keramik. Diese Verbindung von Natur, Material und Handwerk hat Jane schon früh fasziniert und maßgeblich geprägt.
Während ihres Sabbaticals 2019 nahm sie sich gezielt Zeit, ein lang ersehntes Bucketlist-Ziel umzusetzen: Töpferkurse zu belegen und in das Keramikhandwerk einzutauchen. Sie belegte dann Kurse in Deutschland, Malaysia und Indonesien. Jede Station, jeder Kurs und jede Begegnung eröffneten ihr neue Perspektiven und Einblicke in unterschiedliche Arbeitsweisen und Herangehensweisen an das Töpferhandwerk. Während des Lockdowns 2020 kaufte sie schließlich ihre eigene Drehscheibe – und der Grundstein für Kayu Ceramics war gelegt. Bereits 2021 folgte ihr erster Marktauftritt im Lokpark in Braunschweig. Heute ist Kayu Ceramics nicht nur auf regionalen Märkten präsent, sondern auch in vielen größeren Städten Norddeutschlands vertreten.
Der Name „Kayu“ stammt übrigens aus dem Indonesischen und bedeutet „Holz“. Ton und Holz sind Janes liebste Naturmaterialien – schlicht, ehrlich und vielseitig. Genau diese Einfachheit macht den Namen für sie so besonders und klangvoll.
Nachhaltiges Arbeiten spielt für Jane eine zentrale Rolle. Sie legt großen Wert darauf, lokale Ressourcen und Materialien zu nutzen, auf giftige Stoffe zu verzichten und keine fragwürdigen Rohstoffabbauten zu unterstützen. Recycling ist dabei ein durchgängiges Prinzip – vom Ton bis hin zur Verpackung. Der von ihr verwendete Ton stammt aus dem Westerwald in Deutschland und wird ohne Zwischenhändler direkt bezogen und von ihr weiterverarbeitet. Für die Arbeit im Atelier sowie für den Elektrobrennofen nutzt sie ausschließlich 100 % Ökostrom. Selbst die Visitenkarten bestehen aus 100 % Recyclingpapier und sind mit veganen Farben auf Pflanzenölbasis gedruckt.
Auch bei den Glasuren setzt Jane konsequent auf Umweltverträglichkeit: Sie sind bleifrei, lebensmittelecht und damit sowohl langlebig als auch unbedenklich für Mensch und Natur. Um den natürlichen Herstellungsprozess weiter zu unterstreichen, arbeitet sie unter anderem mit Holzascheglasuren. Die dafür verwendete Asche stammt aus dem Kamin ihrer Eltern – ein oft unterschätztes „Abfallprodukt“, das jedoch außergewöhnlich schöne und individuelle Ergebnisse hervorbringt. Zudem werden alle Farboxide sorgfältig geprüft und stammen ausschließlich aus unbedenklichen, nachvollziehbaren Quellen.
Ein wichtiger Bestandteil von Kayu Ceramics ist für Sarah Jane die enge Zusammenarbeit mit ihrer Familie. Die Holzelemente ihrer Arbeiten werden von ihrem Vater an der Drehmaschine gefertigt, geschliffen, mit dem Logo versehen und anschließend mit pflanzlichem Öl behandelt. Das Holz stammt aus dem Garten der Eltern, von Nachbarn oder aus der unmittelbaren Region. Dadurch ist jedes Holzelement ein Unikat und unterstreicht die tiefe Verbundenheit zum Handwerk und zur Herkunft. Die gemeinsame Arbeit mit ihren Eltern macht Kayu Ceramics zu einer Art kleinem Familienunternehmen, das Tradition und Moderne vereint.
Zu ihrem Sortiment zählen unter anderem kleine Salzdosen, Becher sowie ausgewählte Schmuckstücke – alle handgefertigt und individuell. Experimentierfreude spielt dabei eine große Rolle: Formen, Glasuren und Materialkombinationen werden stetig weiterentwickelt, ausprobiert und neu interpretiert. So bleibt Kayu Ceramics lebendig, neugierig und immer in Bewegung – genau wie das Handwerk selbst.
Neben ihrer eigenen Arbeit bietet Jane in ihrem Atelier in Salzigitter auch Keramik‑Workshops an. Interessierte können dabei sowohl handgeformte Techniken ausprobieren als auch an der Töpferscheibe arbeiten. Die Teilnehmenden werden Schritt für Schritt begleitet – mit viel Ruhe, individueller Unterstützung und gleichzeitig genügend Raum für eigene Ideen und kreative Entfaltung. Die Workshops finden entweder allein oder in kleinen Gruppen statt und werden durch Getränke und kleine Snacks ergänzt. So entsteht eine entspannte Atmosphäre und ein niedrigschwelliger, genussvoller Einstieg in die Welt der Keramik.
Falls ihr Kayu Ceramics auf den nächsten Markt verpasst, findet man eine Auswahl ihrer handgefertigten Stücke auch in sorgfältig ausgewählten Läden, darunter der Studio5 Beauté Concept Store in Peine, Tante Berg, die Magni Manufaktur sowie SEVEN in Braunschweig und Zwei.Neu in Asendorf bei Hanstedt.
Erkunden Sie die Welt von Kayu Ceramics auf deren Webseite.























































































































































































































