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Vernetzt sicher leben „Die Zukunftswohnung“ – AAL-Wohnungen werden in Goslar und Seesen praktisch getestet

GOSLAR/SEESEN Die Baugenossenschaft ›Wiederaufbau‹ eG und die Nibelungen-Wohnbau-GmbH wollen unter dem Projekttitel die „Zukunftswohnung“ die Zukunft des Wohnens gestalten. Als Vertreter der Wohnungswirtschaft übernehmen wir eine Vorreiterrolle und stellen uns aktiv den Herausforderungen durch den demographischen Wandel. Im Vordergrund steht das lebenslange Wohnen in der eigenen Wohnung – unterstützt durch assistierende Technologien, die Sicherheit, Komfort und gesundheitliche Unterstützung bieten. Gefördert wird das Projekt vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser des Landes Niedersachsen und der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH. „Die Zukunftswohnung“ stellt sich vor.

Insgesamt 9 Zukunftswohnungen

Nach der Vorstellung der ersten „Zukunftswohnungen“ der Nibelungen-Wohnbau in Braunschweig in 2017, wurden nun zwei weitere Wohnungen der ›Wiederaufbau‹ der Öffentlichkeit präsentiert. Die beiden neuen „Zukunftswohnungen“ befinden sich im nordwestlichen Harzrand in Goslar und Seesen. Von außen ist nicht zu erkennen, dass jeweils eine Wohnung mehr kann als die übrigen im Wohnhaus und deshalb den Titel „Die Zukunftswohnung“ trägt: Raumtemperaturfühler und elektronische Heizungsthermostate überwachen und steuern die Raumtemperatur. Intensität, Dauer und auch der Zeitpunkt des Heizens lassen sich genau definieren. Eingebaute Fenstermelder zeigen an, ob ein Fenster oder die Balkontür geöffnet oder geschlossen ist. In der Küche erkennt ein Herdwächtersensor rechtzeitig die Gefahr eines drohendes Feuers durch anbrennende Speisen oder auf dem Kochfeld liegende entflammbare Gegenstände und schaltet den Herd aus. Die innerhalb der Wohnung vernetzten Rauchmelder lösen Alarm bei Rauch und starker Temperaturentwicklung aus, dabei wird neben dem akustischen Alarm auch die Notbeleuchtung aktiviert – gehörlose und hörgeschädigte Menschen verpassen so das lebensrettende Alarmsignal nicht. Auch Bewegungssensoren schalten das Nachtlicht selbstständig ein. Wassersensoren jeweils im Badezimmer und in der Küche beugen möglichen Wasserschäden vor. Alles kann über einen Tablet-PC mit spezieller App gesteuert werden: Die einzeln verbauten Module können hierüber bedient und konfiguriert werden, auch über den Status der Sensoren erhält man Informationen.

Verbaut an nur einem Nachmittag

Sind die Funktionen in beiden Wohnungen zwar ähnlich, so ist die verbaute Technik aber unterschiedlich. In Goslar wurde die Wohnung zunächst komplett elektronisch saniert, um dann die raumbezogenen Sensoren auf Basis einer KNX-Gebäudeautomation zu verbauen. Ein Aufrüsten der Wohnung im bewohnten Zustand wäre hier kaum möglich oder nur mit erheblicher Einschränkung für den Mieter. In der Seesener Wohnung wurde die elektrotechnische Ergänzung der Smart-Home-Lösung an einem Nachmittag in der Wohnung der Mieterin aufgesetzt, auf Basis eines Mini-Servers und W-LAN-Technik.

Sechs mit Gebäudeautomation ausgestattete, forschungszentrierte Projektwohnungen, die mit der TU Braunschweig entwickelt wurden, gibt es bereits seit 2016 im Bestand der Nibelungen-Wohnbau-GmbH. Drei weitere, praxisorientierte Wohnungen werden dem Alltags- und Dauertest durch Mieter im Seniorenalter unterzogen. Sie gehören zum Bestand der ›Wiederaufbau‹.

Die Funktionen in den „Zukunftswohnungen“ werden seit Mitte März dieses Jahres bereits in Seesen dem Alltags- und Dauertest durch eine Mieterin im Seniorenalter unterzogen. Für die Zukunftswohnung in Goslar suchen wir derzeit noch einen geeigneten Mieter. 

Lücken medizinischer Versorgung im ländlichen Raum sollen geschlossen werden

Die Auswahl der Standorte erfolgte dabei nicht zufällig. Denn gerade in Städten wie Goslar und Seesen, außerhalb der Ballungszentren, wird die eigene Wohnung künftig eine besonders große Rolle spielen. Mit Hilfe von technischen Innovationen wird der Alltag erleichtert, körperliche sowie geistige Defizite kompensiert, aber auch moderne Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen. Zunehmende Abwanderung und eine gleichzeitig steigende Lebenserwartung können zukünftig zu Lücken in der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum führen. Deshalb gilt es ganz besonders hier, entgegenzusteuern – AAL-Technik könnte der Schlüssel dazu sein.

Etliche solcher Testwohnungen mit den unterschiedlichsten Konzepten und Herstellern sind rund um das Thema AAL bereits in ganz Deutschland entstanden. Doch was ist bei diesem Kooperations-Forschungsprojekt anders?

Die Wohnungen in Braunschweig, Seesen und Goslar sind keine unbewohnten „Showrooms“, sondern werden allesamt von ihren Bewohnern im Alltagsgebrauch getestet.

Der Wohnungswirtschaft kommt eine Schlüsselrolle zu, denn in der Weiterentwicklung hin zu einer intelligenten und vernetzten Wohnung, die einen bedeutsamen Beitrag zum Erhalt der häuslichen Selbstständigkeit im höheren Lebensalter leisten soll, ist es die Wohnungswirtschaft, welche nicht nur direkten Zugang zu den Immobilien in baulicher Ausstattung verfügt, sondern auch Einfluss auf die technische Ausstattung ausüben kann.  Dies mit dem Ziel, in einem sehr vielfältigen Feld mit unterschiedlich individuellen Einzellösungen, Wegbereiter für eigene Entwicklungen und für ein künftiges Standardangebot zu sein. 

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