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Grün statt Grau

Gärtnern inmitten der Weststadt

BRAUNSCHWEIG Wer mich besser kennt, weiß, dass ich es nicht einmal vernünftig schaffe meine fünf Zimmerpflanzen, geschweige denn Kräuter im Topf am Leben zu halten. Einen grünen Daumen habe ich definitiv nicht. Doch leben meine Zimmerpflanzen und ich in friedlicher Koexistenz: Sie sind mittlerweile herrlich anspruchslos und überraschen mich sogar hin und wieder – obwohl ich des Öfteren vergesse sie zu gießen. Umso erstaunlicher schaute mein Mann, als ich ihm erzählte, dass die ›Wiederaufbau‹ auch Hochbeete im Südhof am Ilmweg hat und ich gerne mitgärtnern würde. „Selbst ein Basilikumbäumchen lässt alle Blätter fallen, wenn Du nur in der Nähe bist“, sagte mein Mann zu mir. Recht hat er. Mein Versuch einen kleinen Kräutergarten auf dem Stadt-Balkon zu ziehen, scheitere kläglich. Dabei wäre es doch so schön ein kleines Beet mit Gartenkräutern zu haben und die eigenen Balkon-Tomaten zu naschen. Nur habe ich leider keine Ahnung, wie ich das angehen soll.

Mit meinem Wunsch nach selbst geerntetem Gemüse und mehr Grün mitten in der Stadt bin ich nicht allein: Aus engagierten Balkongärtnern und Laubenpiepern ist eine Bewegung geworden. In vielen Städten auf der Welt wird an allen möglichen und auch unmöglichen Orten gebuddelt, gepflanzt und geerntet. Auf Grünstreifen werden Blumen gezüchtet, auf Dächern oder Brachen Obst und Gemüse. All das sind Beispiele für „Urban Gardening“. Wir nennen es weniger sperrig „Nachbarschaftsgarten“. Gemeint ist aber das Selbe: die gärtnerische Nutzung freier Flächen in bebauten Gebieten – weit über den eigenen Balkon hinaus. Dieser Trend hat viele Vorteile: ein schöneres Stadtbild, lokal angebautes Obst und Gemüse und viele nette Begegnungen.  

Um Ihnen die Möglichkeit zum Hobbygärtnern zu geben, denn stehen in der Braunschweiger Weststadt im Südhof des Ilmwegs Hochbeete bereit. Hochbeete deshalb, weil der Platz zum freien Gärtnern im Quartier begrenzt ist. Die Pflanzen sind so platzsparend und auch schadstofffrei angebaut. Eigenes gesundes Lokalgemüse – was will man mehr? Die Hochbeete werden mittlerweile von der Bewohnerschaft gemeinschaftlich betreut und man freue sich über weitere Hobbygärtner.

Als die ›Wiederaufbau‹ Ende 2016 mit den Hochbeeten in der Weststadt startete, brauchte es schon noch etwas Fantasie, um die Möglichkeiten zu erkennen. Doch schnell begannen Mieter vor Ort sich für das Projekt zu interessieren und loszulegen. Mittlerweise sieht es toll aus! Viel Gemüse und verschiedene Kräuter wachsen in den Hochbeeten heran und warten auf die Ernte. Die Hochbeete im Südhof sind ein Treffpunkt für die Anwohner geworden. Dieses Gemeinschaftsgefühl gefällt auch Ingo Hlubek aus dem Sozialen Management der ›Wiederaufbau‹ sehr. „Die, die mitmachen, sind eine kunterbunte Mischung. Für die meisten ist das hier ein Hobby, keiner ist professioneller Gärtner. Es wird viel ausprobiert, man hilft sich gegenseitig mit Tipps, tauscht Setzlinge und Ideen aus und unterstützt sich, wenn einmal etwas nicht klappt.“

Einig ist man sich: Selbstangebautes Obst und Gemüse schmeckt nicht nur so viel besser, der Austausch mit den anderen Nachbarschaftsgärtnern macht richtig viel Spaß! Helfende Hände sind dort immer erwünscht - denn die nächste Gartensaison steht immer an. Und das Beste: Wer mitgärtnert, darf später auch miternten!

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